Verhalten im Notfall

 

Wer bei einer Notrufnummer anruft, sollte folgende Informationen bereithalten:

  1. WO ist der Notfall?
    Straße, Hausnummer, Kilometerstein, Stockwerk, Tür, Zufahrtswege, etc.
  2. WAS ist geschehen?
    Was brennt oder was ist passiert? Gibt es Verletzte (z.B. Patient mit stechenden Schmerzen im Brustkorb, Atemnot, ...)? Brennt ein Mistkübel oder ein Wohnhaus, in dem sich Personen befinden? Handelt es sich um einen Einzelunfall oder eine Massenkarambolage? Bei Gefahrguttransportern sind die Zahlen der Warntafeln exakt durchzugeben
  3. WIE viele Verletzte gibt es?
    z.B. 4 Verletzte nach einem Autounfall
  4. WER ruft an?
    für eventuelle Rückfragen

Bitte sprechen Sie nicht munter darauf los, sobald die Notrufstelle abhebt, sondern lassen Sie sich im Gespräch von der Zentrale, die den Notruf annimmt leiten. Diese Menschen sind psychologisch und medizinisch geschult. Sie haben ein Abfrageschema, das mit dem Einsatzcomputer verbunden ist. Legen Sie erst dann den Hörer auf, wenn die Leitstelle aufgelegt hat.
Ihr Notruf löst die Hilfsmaßnahmen aus. Je genauer Ihre Schilderung der Situation, desto gezielter kann Hilfe zum Unfallort geschickt werden. Ein Notruf ist kostenlos und hat keinerlei Folgen (Ausnahme: Mißbrauch) für den Anrufer, weder rechtlich noch finanziell. Besser der Dienst rückt einmal vergebens aus, als einmal zu wenig.

 

Rufen Sie von Ihrem Handy den Euronotruf 112:

Er ist gebührenfrei, funktioniert in jedem Netz und bekommt in GSM-Netzen sogar Vorrang vor allen anderen Gesprächen, d.h. wenn eine GSM-Funkzelle überlastet ist, werden andere Gespräche beendet, damit der Notruf durchkommt. Nebenbei funktioniert 112 auch bei eingeschalteter Tastatursperre und auch ohne SIM-Karte im Handy. Der Notruf kommt automatisch in die nächstgelegene Polizeidienststelle. Diese veranlasst die weiteren erforderlichen Maßnahmen.