Gefahrenstoffe

Der Transport gefährlicher Güter auf Straße und Schiene stellt ein völlig unberechenbares Gefahrenmoment dar. Solche Transporte müssen ab einer bestimmten Menge Transportgut daher mit eigenen Warntafeln gekennzeichnet sein.
Bei einem Unfall mit einem Transport gefährlicher Güter sind besondere Vorsichtsmaßnahmen erforderlich. Egal, ob man als Beteiligter, als Zeuge oder als nachkommender Kraftfahrer davon betroffen ist.

Grundsätzlich gilt:

  • den Unfallort so rasch wie möglich verlassen, und zwar gegen oder seitlich zur Windrichtung (es können giftige oder ätzende Dämpfe austreten)
  • einen Abstand von mindestens 60 Metern einhalten
  • Zündquelle in der Nähe vermeiden (Brand- Explosionsgefahr)

 

Gefahr erkennen

 

 

Richtiges Verhalten bei chemischer Gefahr:

In Tankwagen und Kesselwagen werden täglich tonnenweise Chemikalien durch unser Land befördert. Wenn sie bei einem Unfall frei werden, können giftige, ätzende oder erstickende Gaswolken entstehen.

 

Richtiges Verhalten ("GAMS-Regel"):

  • Gefahr Erkennen
  • Absperren
    Anrainer bzw. Neugierige warnen
  • Menschenrettung
    Verletzte - unter Beachtung der eigenen Sicherheit - bergen (Achtung: keine Dämpfe einatmen, kein Körperkontakt mit dem Gefahrengut).
  • Spezialkräfte anfordern
    Unfallmeldung an die Einsatzorganisationen.

 

Maßnahmen:

Chemische Stoffe können zu einer großen Gefahr für Mensch und Umwelt werden. Pannen bei der Verarbeitung, Lagerung und dem Transport haben oft schwerwiegende Auswirkungen. Bei Explosionen und Bränden in Chemiebetrieben oder nach Unfällen beim Transport gefährlicher Güter, können großräumige Schadstoffwolken Leben und Gesundheit der Bevölkerung akut gefährden.

Wenn nicht von der Behörde anders mitgeteilt, gelten für den persönlichen Schutz folgende Grundregeln:

  • In geschlossenen Wohnräumen bleiben oder sich dorthin begeben und jeden nicht unbedingt notwendigen Aufenthalt im Freien vermeiden.
  • Fenster und Türen geschlossen hatten und soweit als möglich zusätzlich abdichten. Behelfsmäßig abdichten mit Klebestreifen und elastischen Kitten. Türschlitze mit feuchten, zusammengelegten Tüchern verstopfen.
  • Belüftungs- und Klimaanlagen abschalten.
  • Sofern Gefahr besteht dass die Kleidung mit chemischen Schadstoffen in Kontakt gekommen ist sollte die Bekleidung vor Betreten der Wohnung bzw. des Hauses abgelegt und gewechselt werden. Unbedeckte Körperteile gründlich mit fließendem Wasser waschen.
  • Feuchte Tücher vor den Mund gehalten, können für begrenzte Zeit einen relativen Schutz gegenüber einigen Schadstoffen gewährleisten.
  • Obst und Gemüse in schadstoffbelasteten Gebieten bis auf weiteres weder ernten noch verzehren.
  • Netzunabhängiges Radio für die Entgegennahme zusätzlicher behördlicher Mitteilungen bereithalten.
  • Behördliche Anordnungen (Rundfunk- und Lautsprecherdurchsagen) unbedingt beachten.